Gemeinschaft der Heilberufe in Thüringen
fordert Stärkung der Versorgungsstrukturen
Forderungen an die Landespolitik
Die Thüringer Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker garantieren gemeinsam mit ihren Teams eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und kosteneffiziente Gesundheitsversorgung.
Da diese Strukturen gefährdet sind, haben sie sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, um die Gesundheit der Bevölkerung und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu sichern.

Kernforderungen der Thüringer Heilberufe
1. Ambulantisierung fördern: Die ambulante Versorgung muss gestärkt werden, um stationäre Strukturen zu entlasten und die Gesundheitskosten nachhaltig zu senken.
2. Finanzierung verbessern: Eine angemessene Finanzierung, die steigende Betriebskosten und den Inflationsausgleich berücksichtigt, ist notwendig, um Apotheken und Praxen in ihrer Funktion zu sichern.
3. Fachpersonal stärken: Eine faire und auskömmliche Vergütung des medizinischen Fachpersonals ist entscheidend, um Abwanderungen in andere Berufsgruppen zu verhindern.
4. Nachwuchs fördern: Die Kapazitäten für Studienplätze und Ausbildungsmöglichkeiten in den Heilberufen müssen signifikant ausgeweitet werden, um langfristig eine stabile Versorgung sicherzustellen.
5. Bürokratie abbauen: Übermäßige bürokratische Anforderungen belasten die Apotheken erheblich. Der Verband und die Kammer fordern eine spürbare Entlastung durch praxisnahe und sinnvolle Regelungen.
6. Digitalisierung sinnvoll gestalten: Digitale Anwendungen im Gesundheitswesen müssen benutzerfreundlich, funktional und datensicher sein, um sowohl den Versorgern als auch den Patienten einen Mehrwert zu bieten.
Aktuelles und kommende Termine
Maßnahmenkatalog vom März 2026
Vorschläge zum Bürokratieabbau in der zahnärztlichen Versorgung
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben den Anspruch, die zahnärztliche Versorgung für alle Bevölkerungsgruppen und in ganz Deutschland auf hohem Niveau zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es von zentraler Bedeutung, die freiberuflich getragenen Praxen zu erhalten und die Niederlassung von Zahnärztinnen und Zahnärzten in eigener Praxis zu fördern. Mit einem Papier legen sie dafür konkrete Maßnahmen vor.
Dossier vom 05. März 2026
Bürokratieabbau – Weniger Papierkram, mehr Zeit für Patientenversorgung
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat 21 Vorschläge zum Bürokratieabbau vorgestellt. Durch die Maßnahmen könnten jährlich 400 Millionen Euro gespart und rund acht Arbeitstage pro Praxis frei werden.
Podcast Praxenland vom 21. November 2025
61 Tage Bürokratie: Wieviel Schreibtischjob steckt in der Praxis?
Wie viel Zeit bleibt Ärztinnen und Ärzten eigentlich noch für ihre Patientinnen und Patienten, wenn täglich Formulare, Nachweise und Anfragen von Krankenkassen oder Behörden auf sie warten? In der fünften Folge des Podcasts „Im Sprechzimmer. Der Podcast aus dem Praxenland.“ erzählt Dr. Denise Lundershausen, HNO-Ärztin aus Erfurt, wie sich administrative Aufgaben über den Tag hinweg anhäufen und welchen Einfluss das auf die Arbeit in ihrer Praxis hat.
„Faktencheck Gesundheitspolitik“ am 22. August 2024
Vor der Landtagswahl am 1. September 2024 in Thüringen präsentierten die Heilberufe nochmals ihre Forderungen und befragten die Parteien zu ihren gesundheitspolitischen Positionen.